Artikel-Schlagworte: „Tod einer Lehrerin“

Tatort, Quelle: Eva Freude/Flickr.com
Im aktuellen Tatort vom letzten Sonntag wurde das Thema der afrikanischen Kultur angeschnitten. Die Folge hieß “Tod einer Lehrerin” und war ein eher durchschnittlicher Tatort. Dabei ging es darum, dass die Lehrerin einer ihrer Schülerinnen helfen möchte. Diese ist Afrikanerin und hat eine kleine Schwester. Mit ihrer Mutter sind sie zusammen vor drei Jahren nach Deutschland aus Somalia gekommen.
Es geht darum, dass die jüngere Schwester von ihrer Mutter durch Beschneidung und somit einer Verstümmelung ihrer Genitalien bedroht wird. Die Lehrerin weiß davon und möchte deswegen den Mädchen helfen. Jedoch lehnt sie sich dabei anscheinend zu weit aus dem Fenster und gerät selbst in die Zielscheibe. Jedenfalls wird sie tot in einem Gartenteich aufgefunden. Verdächtiger ist unter anderem der Vater der beiden Mädchen, welcher als recht skrupellos dargestellt wird, da er mehrere krumme Geschäfte betreibt. So sieht man in einem Rückblick auch, dass auf einer damaligen Klassenfahrt genau dieser Mann und die Lehrerin etwas miteinander hatten und in einem Schlafsack miteinander schliefen.
Insgesamt ist der Tatort eher fragwürdig, da er irgendwie versucht belehrend zu sein, aber auf der anderen Seite auch zu locker mit dem Thema umgeht und es phasenweise doch schon an eine Unterhaltungssendung der Privatsender erinnert. Nichtsdestotrotz wird hier ein wirklich ernst zunehmendes Thema angesprochen, gerade was die Rolle der Frau in Somalia angeht.
So hat die Frauen in Somalia sehr wenig Rechte und überhaupt kein Wahl – oder Stimmrecht. Dadurch können diese auch nicht im Bildungswesen mitwirken, obwohl dort aktiv größtenteils Frauen arbeiten. So sind Frauen auch keine Kriegsfürsten und sollten gerade deswegen als Friedensbotschafterinnen genutzt und nicht unterdrückt werden. Somit sollte den somalischen Frauen auf jeden Fall eine Teilhabe am Friedensbildungsprozess gewährt werden.





