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Wird New York bald schon das neue Los Angeles sein? Aufblicken muss die Medienlandschaft von New York jedenfalls längst nicht mehr auf die Hollywood Hills: In beiden Metropolen wurden in der Fernsehsaison 2010-2011 jeweils zehn der lukrativsten einstündigen Pilotfolgen für Sitcoms und ähnliche Formate gedreht. Eine Saison davor sah das noch ganz anders aus: Los Angeles hatte 14 solcher Aufträge, New York keinen einzigen.
Trotzdem ist L.A. nach wie vor mit Abstand der wichtigste Standort für das US-amerikanische Fernsehen und Kino: Insgesamt 87 Probesendungen wurden in der vergangenen Saison produziert, in New York hingegen nur 17. Doch wenn man nur den Wachstum betrachtet, gewinnt New York phänomenale 240 Prozent dazu, während L.A. auf lediglich 14 Prozent Zuwachs kommt. Hauptgrund dafür könnte die kürzliche Entscheidung der Stadt New York sein, ihren Steuerkredit von 30 Prozent bis ins Jahr 2014 zu verlängern.
Wer in New York drehen möchte, kommt am Mayor’s Office of Film, Theatre & Broadcasting nicht vorbei. Diese Behörde des Bürgermeisters der Weltmetropole erteilt Erlaubnisse, berät Film- und Fernsehproduktionen und sorgt auch für Polizeischutz während der Dreharbeiten. Wie passend, dass diese Behörde genau um die Ecke der berühmten US-amerikanischen Talkshow “Late Show with David Letterman” liegt.
Eine typische Fernsehsendung beschäftigt bis zu 1.000 Aushilfskräfte und hunderte von kreativen Köpfen, dabei werden auch viele der rund 4.000 Beraterfirmen vor Ort eingesponnen. Die lokale Film- und Fernsehproduktion ist in New York also selbstverständlich schon lange ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Und das ist natürlich auch ein gutes Geschäft für die Hotels in New York. Alleine 200 Filme und 23 Sitcoms wurden hier im letzten Jahr gedreht – klar, dass der ein oder andere sich vor Ort ein Bild von seiner Lieblingssendung und den echten New Yorker Lebensumständen machen möchte.





