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Das 64. Filmfestival von Cannes ist gerade zu Ende gegangen. Und der Abräumer desselben steht eindeutig fest: Mit gerade mal fünf Spielfilmen in 40 Jahren Schaffenszeit hat sich der amerikanische Regisseur Terence Malick zwar auf den großen Festivals sehr rar gemacht. Aber jetzt siegte er, und zwar mit “Tree of Life“.

Cannes, Foto: Posti8_Flickr
Zu Sehen bekam man den 67-jährigen Preisträger, dem große Schüchternheit und Öffentlichkeitsscheu nachgesagt wird, allerdings nicht. An seiner Stelle nahm Produzent Bill Polar die höchste Auszeichnung entgegen. “Tree of Life” beschreibt die Geschichte einer Kindheit in den 50er Jahren mit spektakulären Bildern vom Werden und Vergehen auf der Erde und im All. Die ganz großen Fragen des Lebens rücken unerschrocken in den Mittelpunkt – das ist Mut.
Für den Skandal der Veranstaltung sorgte der dänische Regisseur Lars von Trier, dessen Film “Melancholie” über den Weltuntergang ebenfalls recht ambitioniert daher kommt. Trier fiel negativ über Hitler-freundliche Äußerungen auf, für die er sich später entschuldigte. Geholfen hat ihm das nichts. Trier wurde von dem Festival ausgeschlossen, einzig sein Film verblieb als Beitrag im Wettbewerb. Dessen Hauptdarstellerin Kirsten Dunst räumte schließlich die Auszeichnung als “Beste Schauspielerin” ab.
Die Verlierer des Abends stehen auch fest: Aki Kaurismäki mit seinem skurrilen Sozialmärchen “Le Havre” und Pedro Almodóvar mit seinem Thriller “The Sky I Live In”. Beide gingen leer aus.





