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Archiv für Februar 2012

BMW © Stephane Bonnel - Fotolia.com

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Wie kommen auf einer großen Veranstaltung mit rotem Teppich eigentlich die Stars zum Schauplatz des Geschehens? Richtig, mit einem der Fahrzeuge aus der riesigen Flotte, die der offzielle Sponsor zur Verfügung stellt. Für die diesjährige Berlinale war der Autobauer BMW zuständig.

Modelle wie der legendäre Land Rover Discovery oder der VW Phaeton sind oder waren auf Großevents stets gern gesehene Werbeträger. Nichts liebt die Autoindustrie so sehr wie die Präsentation neuer Fahrzeugmodelle auf Filmfestivals oder während großer Sportveranstaltungen. Die medialen Großereignisse, die unzählige Sender im Fernsehen übertragen, sind ein optimales Pflaster fürs geschicktes product placement. Und so schimmerten und glänzten die neuen Limousinen der Oberklasse, als sie an den Teppich rollten.

Der bayerische Autokonzern, der nicht nur auf der Berlinale vertreten, sondern auch auf Events wie dem Teddy Award zu bewundern ist, hat sich neben der bloßen Präsenz am roten Teppich aber auch noch etwas anderes ausgedacht. Neben den neuen Luxuslimousinen werden auch wieder auffällige Classic Cars zu bewundern sein, unter anderem das BMW 326 Cabriolet aus dem Jahr 1936, die BMW 501 Isar 12 aus dem Jahr 1960 oder ein klassischer Rolls Royce.

Die Rolle als Sponsor nutzt BMW auch für eine eigene Lounge, der sogenannten BMW Golden Bear Lounge inmitten des Pressezentrums. Dort können sich Regisseure, Schauspieler, Jounalisten und Festivalgäste treffen. In Kooperation mit der Deutschen Filmakademie fand an diesem Ort auch die Veranstaltung Film Talks statt, moderiert von Florian Gallenberger.

Die luxuriöse Veranstaltung hatten eine ganze Riege von ebenso hochklassigen Sponsoren, und so wird es auch im nächsten Jahr sein, damit gewährleistet wird, dass die Veranstaltung genauso prunkvoll wie in den letzten Jahren bleibt.

© max blain - fotolia.com

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Auf der diesjährigen Berlinale braucht man nicht lange nach starken Frauenfiguren zu suchen: Ausgerechnet auf ein- und demselben Stuhl nahmen zunächst die deutsche Schauspielerin Nina Hoss und danach der US-amerikanische Star Aneglina Jolie Platz. Ein interessanter Zufall – oder wurde da etwa nachgeholfen? Denn wie kaum jemand anderes verkörpern die beiden Frauen Mut, Zivilcourage und Aufgeklärtheit.

Nina Hoss drehte zum wiederholten Male mit dem Regisseur Christian Petzold. Das Beziehungsdrama “Barbara” dreht sich rund um eine Ärztin, gespielt von Hoss, die dank einem gescheiterten Ausreiseantrag im Jahre 1980 von Ost-Berlin in die Provinz versetzt wird. Dort trifft sie den Oberarzt André, der ebenfalls systematisch von der Stasi kleingehalten und gemobbt wird. Barbara ist hin und her gerissen zwischen den Annäherungsversuchen von André und ihrem eigentlichen Freund in West-Deutschland, der sie mit Geschenken versorgt, Fluchtpläne schmiedet und am Ende gar selbst in den Osten kommen will. Der Film erntete jedenfalls viel Applaus – ein weiterer Beweis für die fruchtbare Zusammenarbeit von Petzold und Hoss.

Dann nahm Angelina Jolie Platz – auch ihr neuer Film nimmt sich nicht gerade einem einfachen Thema an. Übrigens handelt es sich um das Regie-Debüt Jolies, auch das komplette Drehbuch entstammt ihrer Feder. Das Drama “In the Land of Blood and Honey” spielt 1992, kurz vor Beginn des Balkan-Krieges. Jolie verkörpert eine bosnische Muslima, die Malerin ist. Ihr Ehemann, ein serbischer Christ, ist für die Polizei tätig. Trotz eines starken Bands der Liebe und des Vertrauens zwischen ihnen wird ihre Beziehung durch den Krieg und ihre unterschiedlichen ethnischen und religiösen Bindungen auf eine harte und lebensgefährliche Probe gestellt. Dabei scheut sich Jolie nicht vor dem Darstellen von Gewalt: Menschen werden vor der Kamera gequält, erschossen, vergewaltigt und in Massengräbern zerstampft. Doch Jolie wollte auch einen schweren Film machen, der noch lange im Zuschauer nachwirkt. Der mäßige Erfolg des Films in US-Amerika lässt einen jedoch daran zweifeln, wie gut ihr Konzept am Ende wirklich aufgeht.